Irgendwo im Nirgendwo

Ich habe mich selber verloren
irgendwo tief in der Dunkelheit und den Worten.
In mir drin bin ich wie eingefroren,
alles ist erstarrt.

Ich suche mich
irgendwo in der großen weiten Welt.
Doch die Mühe ist vergeblich,
alles sieht anders aus als es in mir aussieht.

Ich gebe alles was ich geben kann
irgendwo ganz vielen Menschen.
Es ist als stünde ich unter einem Bann,
ich reiche niemals nie aus.

Ich bin einsam und allein,
irgendwo unsichtbar ohne einen Platz auf der Welt.
Ich fühle mich verletzlich und klein,
gefangen irgendwo im Nirgendwo.

Trost in der Dunkelheit

Wenn mein Schweigen am Deutlichsten spricht,
wenn die Stille mich anschreit,
wenn meine Stimme beim Atmen schon bricht,
ist es die Wortlosigkeit und macht sich in mir breit.

Wenn mein Gesicht am Fröhlichsten lacht,
wenn der Sturm im Innen mich niederbrennt,
wenn mein Leuchten mein Licht ausmacht,
ist es die Dunkelheit, die mich vom Lachen trennt.

Wenn meine Träne am Leisesten weint,
wenn der Kloß der Gefühle mich erstickt,
wenn mein Gesicht unbeweglich erscheint,
ist es die Leere, die mich erdrückt.

Wenn meine Hände am Aktivsten kneten,
wenn das Zittern mich überfällt,
wenn meine Füße nach der Luft treten,
ist es die Starre, die mich festhält.

Wenn mein Schwarz am Buntesten ist,
wenn die Hoffnung am seidenen Faden hängt,
wenn dann mein Wort die Stille vergisst,
ist es der Trost, der mich auffängt.